Logo

Zeitgenösische Kunst

Eva Amrein-Degen

Biografie
Geboren 1953 in Luzern, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, wohnhaft in Kriens. Ab 1992 erste Annäherung an die Malerei (Aquarell-Kurse) 1994/95 Ausbildung in Ölmalerei an der Gestaltungsschule Farbmühle in Luzern (Dagmar Stoev, Vera Rothamel) Ab 1995 regelmässige Ausstellungen in Luzern und Kriens. Seit 1999 eigenes Atelier in Luzern.

Material und Technik
Waren meine ersten Bilder Aquarellarbeiten, male ich heute fast ausschliesslich in Öl. Als Malgrund dienen nebst Leinwand, Fotos und Papier immer häufiger auch Holzplatten und Holzschachteln, die der intensiven Bearbeitung genügend Widerstand bieten. Für meine Malerei benütze ich Werkzeuge verschiedenster Art wie Pinsel, Spachtel, Schaber, Roller, Lappen, etc. Oft brauche ich meine Finger oder Handballen, um die Farbe hauchdünn aufzutragen. Farben und Farbtöne nähern sich einander, werden vermischt, durchdringen sich, werden übereinander gelagert. Ein Wechselspiel von Farbauf und -abtragen, ein ständiges Reagieren auf Vorheriges. Ganze Bildteile werden weggewischt, abgekratzt, wieder überarbeitet. Fragmente bleiben zurück, vereinen sich mit Neuem.

Bildsprache und künstlerische Aussage
Ausgangspunkt meiner Malerei ist ein Herantasten an Assoziationen. Es sind Eindrücke und Erinnerungen aus Natur, Reisen, Kunst etc., von denen ich mich beim Prozess des Schaffens leiten lasse. Ich möchte nicht abbilden, nicht malen was ich sehe, ich will versuchen, Neues zu schaffen.

"Kunst ist nicht eine Imitation des Wirklichen. Sie ist das Wirklichere".
(George Steiner)

Zur aktuellen Ausstellung
„Die Schöpfung erscheint nirgends so gross wie im Kleinsten“. (Anita Albus) Diese Ausstellung ist eine Hommage an das kleine Format. Die hier gezeigten Arbeiten in Oel sind – nebst Malerei auf Holz – vorwiegend bearbeitete Farbfotografien. Die Reproduktion dient als Malgrund und ist zugleich Untermalung. Das Fotorealistische erscheint nun mehr verfremdet oder ganz abstrakt. Das kleine Format zwingt den Betrachter genau hinzusehen. Ist die Fotografie noch erkennbar zwischen transparenten Schichten oder ist sie pastos übermalt? „Die Bemalung bereitet der Vervielfältigung ein Ende. Sie führt zurück zum einmaligen Grund“. (Botho Strauss )