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Zeitgenösische Kunst

Esti Frei

Neugierig auf das Innere
Zum Kern vordringen
Aufsteigende Wärme spüren
Tiefe weiche Masse, was birgst du?
Zeig dich
Doch bewahre dein Geheimnis
Lass dich umgarnen

Biografisches
Esti Frei wurde 1950 in Deitingen/SO geboren. Sie absolvierte den malerischen Bildungsgang an der Schule für Gestaltung in Zürich. Unterrichtet wurde sie von Arnold Klee, Ursula Somaini und Verena Eigenmann. Bei Studienaufenthalten in Italien und im Tessin verfeinerte sie ihre Maltechnik. Seit 1992 hat die Künstlerin in Stallikon ein Atelier. 1994 erhielt sie vom Syrlin Kunstverein Stuttgart, eine Auszeichnung.

Einzel-und Doppelausstellungen
2011 Galerie für Gegenwartskunst Bonstetten, ab 1994 in regelmässigen Abständen
2010 Galerie Anixis, Baden
2010 Galerie Matthys, Wollerau
2009 Rosenhofraum, Wädenswil
2006 Galerie Artesol, Solothurn
u.v.m.

Material und Technik
Ihr bevorzugtes Malmaterial ist Öl. Bevor sie mit den "grossen" Arbeiten beginnt, skizziert sie jeweils so lange auf A5-Karten, bis sich ein Thema für sie heraus kristallisiert. Sie lässt Themen kommen und räumt dem Kommenden geduldig Zeit ein. Die Künstlerin bevorzugt in ihrer Malerei die direkte Arbeit mit den Händen. Pinsel setzt sie nur selten ein. So kann sie taktil den Malprozess erspüren und sich mit dem Darzustellenden auseinandersetzen. Mit dem Messer ritzt sie die feinen Linien auf die mit Leinen bezogenen Holzplatten ein oder malt sie mit Graphit oder Ölstifte auf.

Künstlerische Aussage
Differenziert, vielschichtig und reduziert, so kann man die Bilder von Esti Frei beschreiben. Laute Töne und Oberflächlichkeit liegen ihr nicht. Dezent ist sie auch in ihrer Farbwahl: gedämpfte Töne, oft Grau- und Schwarzschattierungen, verbreiten Ruhe. Seit einiger Zeit stellt sie ihre Arbeiten unter den Begriff "Lebensschnüre". Schnüre haben einen Anfang und ein Ende – wie das Leben auch. Der sanft gehaltene Hintergrund, der Ruhe und Ausgeglichenheit ausstrahlt, und die eingekratzten Wirbel, Nester, Kokons, verbinden sich zu einem spannungsvollen Ganzen. Diese Ganzheit wird durch Arbeiten, die sich oft auf mehrere aneinander gereihte Holzplatten ausdehnen, unterbrochen. Das verstärkt ihre Absicht, in ihrer Malerei eine Spannung zu erzeugen zwischen sichtbarer Auseinandersetzung und spürbarer Harmonie.