Logo

Zeitgenösische Kunst

Jürg Daniel Matthys

Biografie

geboren 1959
seit 1982 freischaffender Künstler,
1984-1987 Weiterbildung Kurse Kunstgewerbeschule Zürich Malerei, Skulpturen.
Vertreten durch verschiedene CH - Galerien
Leitung des ‚Künstlerhaus‘ 8807 Freienbach 1984-2007,
danach 2009 - 2013 Galerie Matthys 8832 Wollerau
Ausstellungen seit 1982 regelmässige Ausstellungen, bis dato über 50 Einzelausstellungen
Werk bis heute über 1300 Bilder und ungezählte Skulpturen
Der grösste Teil davon befindet sich heute bei privaten Sammlern im In- und Ausland oder wurde von Firmen und Institutionen aufgekauft.
Kulturpreis der Gemeinde Freienbach 2006
Lebt und arbeitet heute in Siebnen/Galgenen, Kanton Schwyz

www.matthys.ch

Werkbeschrieb


Matthys ist fantastisch, surreal verwoben, auch sinnlich, besinnlich, sanft und geheimnisvoll, imposant und eindrücklich; unter diesen Adjektiven verbirgt sich Vieles, was an Themenkreisen die Werke von Matthys umgarnt. Rund 18 Matthysgemälde dieser Ausstellung sind verbunden mit Themen und Erzählungen, die zwischen Rigi und Pilatus ihre Bildbühne gefunden haben. Der Surrealismus oder auch fantastische Realismus ist nach wie vor DAS Stilmittel, in welchem sich Matthys unbeschwert bewegt und bestens auszudrücken vermag. Der romantische Anklang ist eine weitere Spezifikation bei Matthys und dieser darf dem Betrachter eine angenehme vertraute Gefühlswelt vermitteln, welche verknüpft mit den Gegebenheiten im Gemälde ein umfassendes und nachhaltiges Kunsterlebnis sein kann. Unverhofft trifft man in vertrauter Landschaft auf Figuren, Akteure, die Dinge tun oder erleben, welche eher als absurd oder unmöglich erscheinen mögen. Jedoch gerade dieser Umstand vermag den Kunstbetrachter herauszufordern und in ganz neue Welten und Denkweisen entführen. Für Denjenigen, der sich auf das Wagnis einlässt, ist dies sicher ein interessanter Zugewinn. Die Bildthemen spannen einen Bogen, welcher eine Gegenwelt zur Hektik des Alltags definiert, dies geschieht schier unbemerkt und es werden dabei weitere Dimension angestossen, die dem Kunstwerk zusätzliche Wahrnehmungsebene verleihen, intensiv imaginär und nicht minder geheimnisvoll. Matthys kann mit diesem Doppelspiel in seiner Kunst nicht zuletzt auch dem Umstand Rechnung tragen wollen, dass es im Zeitgeist ein grosses Bedürfnis nach Verlangsamung, Vertiefung und Verinnerlichung gibt. Seine minutiöse, traditionelle Ölmaltechnik zeigt ein grosses Können und zeugt von bester Qualität der Werke. Diesem Umstand wird der Künstler immer wieder aufs Neue gerecht, da nicht zuletzt die Nachhaltigkeit eines Matthys - Gemäldes nach einer möglichst perfekten Ausführung verlangt. Der Künstler meint, phantastischer Realismus mag eine traditionelle und akribische Art der Ölmalerei. So legt er geduldig Lasur auf Lasurschicht bis der gesuchte realistische Effekt, das richtige Licht erreicht ist, der den Bildern ihre Dichte verleiht. Diese Technik verlangt neben Geduld auch Disziplin und grossen Arbeitseinsatz, sowie eine intensive Beschäftigung mit dem was abgebildet werden soll. Das Ergebnis aber strahlt eine Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Seine Bilder ziehen den Betrachter in ihren Bann, und wer ihnen mit der gleichen Langsamkeit zu begegnen vermag, mit der sie der Künstler gestaltete, entdeckt darin Archetypisches und wie aus Träumen empor Getauchtes, das im Innern des Kunstbesuchers etwas anstösst, ohne dass man genau sagen könnte, worin denn nun die irritierende Wirkung eigentlich begründet ist. Und auf subtile Art findet sich auch immer wieder ein Bezug zur gesellschaftlichen Gegenwart, ohne dass dieser plakativ zur Schau gestellt ist.