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Zeitgenösische Kunst

Thomas Muff

1964 geboren in Luzern, lebt und arbeitet in Kriens und Emmenbrücke
1980-1984 Lehre zum Tiefbauzeichner
1988-1992 Schule für Gestaltung Luzern Höhere Fachklasse für Freie Kunst
1992-1993 Assistenz an der Höheren Fachklasse für Freie Kunst
seit 1997 Mitglied der visarte Zentralschweiz
1999-2005 Mitglied der Ausstellungskommission der visarte Zentralschweiz
2008-2011 Mitarbeit bei der Kunstplattform AKKU Emmenbrücke

Einzelausstellungen
1994 Kulturzentrum Ziegelhütte Appenzell mit A. Fässler Jun.
1995 Galerie Partikel Luzern
1997 D Sein Werke Zürich
1998 Galerie Partikel Luzern
1999 Galerie Gersag Emmen
2001 Galerie Carla Renggli Zug
2002 Galerie Kriens Kriens
Espace libre Centre Pasque Art Biel
2004 Galerie Carla Renggli Zug
2005 Galerie Gersag Emmen
2006 Galerie am Leewasser Brunnen
D Sein Werke Zürich
2008 sam scherrer contemporary Zürich
Galerie Kriens Kriens
2010 Galerie am Leewasser Brunnen
2011 D Sein Werke Zürich
2013 Galerie im Zöpfli Luzern

Gruppenausstellungen
1992/93/94 Kunstmuseum Luzern Jahresausstellung der Zentralschweizer KünstlerInnen
1994 Galerie Gersag Emmen Junge Kunst
1994 Kulturpanorama Luzern Luzern Werkbeitrage Stadt und Kanton Luzern
1995 Galerie an der Gerbegass Sempach Schlachtplatte
1996/98 Kunstmuseum Luzern Jahresausstellung der Zentralschweizer KünstlerInnen
1999 Galerie Carla Renggli Zug Accrochage
2000 Kantonsspital Luzern 25 Jahre Augenklinik
2002 Galerie Carla Renggli Zug Accrochage
Kunstmuseum Luzern Jahresausstellung der Zentralschweizer KünstlerInnen
2003 Kunstpanorama Luzern Museumsnacht
2005 Galerie Carla Renggli Zug Kleinformate
2006 Kunstpanorama Luzern "Bonjour Madame Brunau"
2012 Kunstraum Teiggi Kriens vor Ort 1

Kunst im Öffentlichen Raum
1999 Doppelturnhalle Bruchareal Luzern achtteilige Malerei im Foyer
2010 Betagtenzentrum Wesemlin Luzern zehnteiliger Bilderzyklus

Auszeichnungen
2006 visarte zentralschweiz Atelier Cité internationale des Arts Paris
2007 Förderpreis für Kunst und Kultur Kriens

 

Gelingen im Scheitern
Malen fängt bereits beim grundieren der Holzplatten an. Weiss, schwarz oder gar rot? Einzelne Teile ungrundiert lassen, die Struktur der Holzplatte zeigen? Da werden die ersten Spuren gelegt. Es ist der Beginn einer freien, expressiven Malerei. Stark verdünnte Acryl- oder Ölfarbe wird zum Teil geschüttet, mit grossen Pinseln oder Rakeln aufgetragen, fliessen gelassen, manchmal bewusst in eine oder mehrere Richtungen gelenkt; dann wieder sich selbst überlassen, so dass sie ausblüht, ausfranst, ins Stocken gerät oder vom Untergrund abgestossen wird. Immer wieder wird verworfen, weggekratzt, ausgewaschen oder übermalt. Es ist eine mehrschichtige Malerei, die den Prozess sichtbar lässt. Ein Prozess, bei dem das Scheitern immer präsent ist, ja notwendig, um in Unbekanntes zu gelangen. Wann oder warum dieser Prozess einen vorläufigen Abschluss findet, ist schwer zu sagen. Ein Gefühl, eine Balance, etwas Reizvolles oder Irritierendes stellt sich ein. In einer zweiten, ganz anderen Vorgehensweise werden dann Fragmente oder Ausschnitte von Fotografien auf die vorangegangene Malerei projiziert und meist flächig, monochrom ausgemalt. Die Motive stammen entweder aus dem persönlichen Archiv, aus Zeitung, Internet oder Malereilexika. Mal stehen sie in Kontrast zur freien Malerei, mal fügen sie sich ergänzend ein. Doch immer bleibt eine Spannung zwischen Freiem und Konkretem, zwischen Abstraktem und Gegenständlichem. Hin und wieder werden solche Motive während oder nach der Ausführung wieder verworfen. Dann wird erneut abgekratzt und weggewischt. Das hinterlässt neue Spuren und alles ist wieder offen.

Thomas Muff 2013